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Die taschenphilharmonie in der Presse

Eine kleine Auswahl aus den Kritiken der taschenphilharmonie


Süddeutsche Zeitung 26.2.2007

Supersize Beethoven - Die "Taschenphilharmonie" zeigt Größe in der Black Box

CD Mahler 4. Sinfonie:
Neue Musikzeitung 5/2005

In solcher Klarheit und Transparenz hat man aber selten Bearbeitungen aus dem Schönberg-Kreis gespielt gehört. Peter Stangel, selbst Komponist, ist ein erstaunlich hellhöriger, vom Geist der Musik inspirierter Dirigent. Die Vierte wirkt wie frisch geboren, vielgestaltig, gestenreich, fein und schroff zugleich, ihre Konturen werden auf spektakuläre Weise geschärft - eine Hörentdeckung. (7 von 7 möglichen Punkten)

Das Orchester 6/2005

Aus dieser Masse (von Dutzenden Einspielungen) tritt die Aufnahme der von Peter Stangel geleiteten "taschenphilharmonie" mit der Vierten und den Liedern eines fahrenden Gesellen markant hervor. Sie belegt wieder einmal, dass weniger auch mehr sein kann.

Süddeutsche Zeitung 1.6.2005

Es geht nicht um einen Ausweg aus der Krise öffentlicher Orchesterträgerschaft in Zeiten leerer Kassen, und das Ensemble "taschenphilharmonie" hat auch nicht direkt etwas mit Existenznot zu tun. Gemeint ist ein ästhetisches Prinzip, die freiwillige Reduktion radikalen Ausmaßes ... Stangel lässt sie mit guten Tempi in klaren Konturen musizieren. Das Prinzip kammermusikalisch geschärften Klangbilds funktioniert gerade bei diesem Stück und seiner filigranen Struktur.

"Was heute reizt, ist das Neue im Vertrauten", sagt Peter Stangel, was erstaunlich gut funktioniert. Der Verlust orchestraler Farbenfülle wird aufgewogen durch Prägnanz der Linienführung und jene Helligkeit, in der das entschlackte Werk aufleuchtet. ... Als Überraschung gehört: Dass Mahler und seine "himmlischen Freuden" hier manchmal fast wie klassische Salonmusik anmuten, wie sie auf der Piazza San Marco den Flaneur beschwingt, wird als sarkastischer Mahler-Mehrwert mit Vergnügen verbucht.

Bayerischer Rundfunk, 10.6.2005

Wer das Werk kennt, wird überrascht sein über die hohe Qualität der Bearbeitung.... Ich finde, daß auch die feine Ironie... in dieser brilliant eingerichteten und auch wirklich sehr beherzt aufgeführten Version noch deutlicher zum Tragen kommt als in einer normalen Aufführung der großen Partitur.... Die meisten Dirigenten haben immer wieder versucht, diese makabre Fratze des Scherzos zu entschärfen... in dieser neuen Aufnahme der taschenphilharmonie hört man wirklich einmal, was Mahler wollte.

Es gibt mittlerweile mehr als einhundert Einspielungen der Normalversion, .... aber keine scheint mir den doppelbödigen Charakter dieses Satzes so genau zu treffen, so genau auszuloten wie diese radikal abgespeckte Bearbeitung .... Eine hochinteressante Einspielung, weil sie den grundsätzlich subversiven Charakter dieser rätselhaften Sinfonie deutlicher herausbringt, als all die vielen stromlinienförmigen und gestylten Hochglanzversionen.

Das Ensemble 5/2005

...trotz der hochkonzentrierten Besetzung für u.a. Streichquintett, Schlagwerk und Klarinette glitzert, flirrt, tänzelt und fiebert es in der Aufnahme der exzellenten taschenphilharmonie ohne Unterlaß. Das ist Mahler fast neoklassizistisch, aber eben auch gedankenvoll visionär!

Stereoplay 7/2005: Klangtipp !
07/05: Nominierung für den Toblacher Mahler-Preis

Die Taschenphilharmonie